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Für alle: Ideen zu einer Reform des Gesundheitswesens

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 Steuern in Frankreich: Steuersätze, Steuererklärung und anderes Wissenswertes

Das französische Steuersystem ist déclaratif! Das ist ein gewaltiger Unterschied zum deutschen System “prélèvement à la source”  „Abschöpfen an der Quelle“ = der Arbeitgeber führt die - geschätzte - Einkommenssteuer vom Gehalt ab und die Steuererklärung am Jahresende dient der Regularisierung - und der eventuellen Erstattung zu viel gezahlter Beiträge.

Nicht so in Frankreich: hierzulande werden Ihnen vom Bruttogehalt - wie in Deutschland auch - die Sozial- und Rentenbeiträge abgezogen. Das Gehalt, das dann übrigbleibt, unterliegt noch der Einkommenssteuer. Bis Ende April eines jeden Jahres (der genaue Termin wechselt immer etwas, und wenn Sie die Steuerklärung elektronisch einreichen, haben Sie bis etwa Mitte Mai Zeit) müssen Sie beim zuständigen Finanzamt = Centre des impôts Ihre Steuererklärung einreichen. Das entsprechende Formular “déclaration 2042” erhalten Sie jährlich zugeschickt ... sofern Sie schon einmal eine Steuererklärung abgegeben haben. Andernfalls müssen Sie es sich beim zuständigen Finanzamt besorgen. Achtung! Das ist eine Bringeschuld von Ihnen - die Ausrede „habe ich nicht gewusst“ gilt nicht „nul n’est censé ignorer la loi“ ist ein zentraler juristischer Grundsatz in Frankreich: Wenn Sie in Frankreich arbeiten, MÜSSEN Sie eine Steuererklärung abgeben, und zwar rechtzeitig - man erwartet von Ihnen, dass Sie das wissen. Wenn Sie die Steuererklärung zu spät abgeben, verlieren Sie einen Abschlag abbattement von 10% auf Ihr Bruttoeinkommen, d.h. Sie zahlen mehr Steuern. Und wenn Sie gar keine Steuererklärung abgeben ... findet das Finanzamt Sie doch eines Tages, und dann gibt es richtig Ärger: Steuerhinterziehung bedeutet Strafsummen und eventuell eine Strafanzeige. (Es sei hinzugefügt, dass derzeit auch das französische System schrittweise auf „Prélèvement à la source umgestellt wird).

Ich hatte einmal eine Kollegin aus Rumänien, die seit einem Jahr in Frankreich arbeitete. Einige Tage vor dem Ende der Frist - damals war es noch der 28. 2.-  ließ ich bei einem Mittagessen in der Kantine fallen, dass ich gerade meine Steuererklärung abfassen würde, sie meinte, was ist denn das??? Es stellte sich dann heraus, dass sie nicht die leiseste Vorstellung davon hatte, was eine Einkommenssteuer ist und dass das Gehalt, das sie bekam, ein Bruttogehalt war ... eine sehr böse Überraschung für sie - glücklicherweise konnte ich sie davon überzeugen, dass es für sie besser war, eine Steuererklärung abzugeben, was sie dann auch brav tat. Nebenbei bemerkt, können Sie schon daraus ersehen, dass eine Steuererklärung für einen Angestellten so schwierig nicht ist: wenn sie das in zwei Tagen hinbekommen konnte, können Sie das auch!

Falls Sie in Deutschland schon gearbeitet und eine Steuererklärung abgefasst haben, werden Sie sich umgewöhnen müssen - wenn Sie Student sind und noch nie so viel gearbeitet haben, dass Sie eine Steuererklärung verfassen mussten, werden Sie sich klarmachen müssen, dass Sie von Ihrem Gehalt noch etwas übriglassen müssen, für die Steuer im nächsten Jahr ... was Sie am Monatsende auf dem Konto haben, ist nicht ihr Gehalt, sondern Ihr Gehalt vor Steuern! Ich rate Ihnen dringend, einen Teil davon zurückzulegen ... sonst kommt die böse Überraschung ein Jahr später. Wieviel zurücklegen? Ich empfehle 10% vom eingehenden Gehalt zuzüglich 75 Euro jährlich. Das entspricht ungefähr den Summen, die Sie für Einkommens- und Wohnungssteuer zahlen müssen zuzüglich eines Sicherheitszuschlages.

Als Angestellter müssen Sie im Wesentlichen Ihren Namen und Wohnsitz sowie eine Zahl an die richtige Stelle eintragen: die Summe Ihres steuerpflichtigen Gehaltes. Normalerweise erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber rechtzeitig einen Bescheid, wieviel steuerpflichtiges Gehalt Ihnen im Verlaufe des Jahres gezahlt worden ist. Seit 2006 melden die Arbeitgeber an die Finanzämter “Centre des impôts” wieviel Gehalt sie wem gezahlt haben, und das zuständige Centre des impôts kann daraufhin eine Déclaration pré-remplie versenden, d.h. Sie erhalten Ihre Erklärung bereits mit der an der richtigen Stelle eingetragenen Summe Ihres Einkommens. Das müssen Sie gegebenenfalls korrigieren (dem Centre des impôts werden nicht unbedingt alle Gehaltszahlungen an Sie bekannt) und dann das Formular unterschrieben und in den anderen für Sie wichtigen Rubriken ausgefüllt zurücksenden. Wenn Sie noch nie in Frankreich Steuern gezahlt haben, erhalten Sie natürlich auch keine Déclaration pré-remplie!

Als Ausländer müssen Sie auch eventuelle im Ausland existierende Bankkonten angeben, mit Namen und Adresse des führenden Kreditinstitutes - mehr nicht, Kontobewegungen etc. interessieren nicht.

Jesus Christus lebt - hier und heute mit uns und unter uns:
Pater René-Luc beschreibt wie Gott sanft an die Türen unserer Herzen klopft.
 
Le Père René-Luc, cofondateur de CapMission, l’école de Mission diocésaine de Montpellier, comment un très beau tableau pour nous expliquer comment Dieu frappe délicatement à la porte de tous les coeurs. 

Falls Sie steuerpflichtige Einkünfte aus Zinsen haben, müssen Sie auch diese angeben; nicht zu versteuern sind in Frankreich Zinsen aus bestimmten Formen von Sparkonten, nämlich die Zinsen eines Livret de développement durable oder DLL (früher: „CODEVI“), eines CEL = Compte épargne logement und eines PEL = Plan d’épargne logement.  Zinsen und Kapitaleinkünfte auf ausländischen Bankkonten sind auch anzugeben ... sie sind steuerpflichtig.

Auch alle weiteren Einkünfte sind anzugeben, in dafür vorgesehenen Kategorien: Einnahmen aus Grundbesitz, Pensionen, Arbeitslosenunterstützung…

Um noch einmal zusammenzufassen: Sie tragen alle Einkünfte ein, davon werden die oben genannten Abschläge gebildet, und in das steuerpflichtige Nettoeinkommen, auf das Sie Steuern zahlen müssen, gehen noch die „parts“ ein, d.h. die Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt, die Sie versorgen müssen: Ehefrau zählt als 1 part, die ersten beiden Kinder jeweils 0.5 und alle weiteren Kinder als ein weiterer „part“. Sie tragen an die dafür vorgesehene Stelle die Anzahl der parts ein, und das Centre des impôts übernimmt die Berechnung; im Prinzip wird das steuerpflichtige Einkommen noch einmal durch die Anzahl der „parts“ geteilt. Auf den Betrag, der dann herauskommt, zahlen Sie erst real Steuern. Kinderreiche Familien zahlen also sehr rasch gar keine Steuern mehr. Die Steuersätze betrugen im Jahre 2017 (für das steuerpflichtige Nettoeinkommen 2016):

     Bis  9 710.- €: 0% (= keine Einkommenssteuer zu zahlen

 Von    9 711 bis       26 818 : 14,00%

Von   26 819 bis       71 898 : 30,00%

 Von  71 899 bis    152 260 : 41,00%

Über 152 260 : 45%

Es gibt viele Websites, auf denen Sie ihre Besteuerung berechnen können, z.B. https://impots.dispofi.fr/bareme-impot 

Die Grenzwerte des Gehaltes, ab dem eine höhere Besteuerung eintritt, werden übrigens - anders als in Deutschland - regelmäßig an die Inflation angepasst.

Jeweils bis zu einem bestimmten Betrag Gesamteinkommen zahlen sie einen Steuersatz, darüber hinaus den höheren und zwarnur auf den Betrag, der die Grenze überschreitet. Das ist wichtig zu wissen. Wenn Sie beispielsweise mit einem steuerpflichtigen Nettoeinkommen von 30 000 € in der Kategorie 30% sind, zahlen Sie auf 26 819 € 14% Steuern und auf jeden Euro, diese Grenze überschreitet, 30 Cent Steuern -  30 Cent Steuern, aber insgesamt natürlich erheblich weniger als 30% auf die Gesamtsumme.

Ein Beispiel :

Célibataire déclarant 30 000 € de salaires
(Lediger mit 30 000 Euro Gehalt)

Salaires imposables = 27 000 € après déduction des 10 % pour frais
(Steuerpflichtiges Einkommen 27 000 Euro nach Abschlag für 10% Werbungskosten = Sie können entweder alle Belege für beruflich bedingte Kosten sammeln, einschließlich Kilometerpauschalen, Fortbildungskosten, was auch immer - aber wenn abzusehen ist, dass diese 10% des Einkommens nicht übersteigen werden, können Sie sich die Mühe sparen und stattdessen die Pauschale von 10% in Anspruch nehmen)

Quotient familial = 27 000 € / 1 part = 27 000 €

Taux marginal d'imposition = 30 %
(Steuersatz : 30%)

Die Berechnung der konkret zu zahlen Steuer geschieht wie folgt :

    Von 0 € bis 9 710 € = 9 700 € x 0 % = 0 €

    Von 9 710 € bis 26 818 € = 17 108 € x 14 % = 2 395,12 €

    Von 26 818 € bis 27 000 €= 182 € x 30 % = 54,60 €

Insgesamt also 2450.- Euro Einkommenssteuer, das sind - gerechnet auf das deklarierte Nettogehalt von 27 000 Euro 9.1% bzw. 8.2% vom Gehalt nach Sozialabgaben und Rente.

Une année pour Dieu à CapMissio, reportage sur France 3 en 2016
 
 Capmissio, l’école de Mission de Montpellier fondé par l’archévêque Mgr Carré  et le Père René-Luc, propose aux jeunes entre 18 et 26 ans de prendre une  année pour Dieu afin de se former et de faire des missions. Gilles Lefevre, rédacteur en chef de France 3 région Montpellier, est  venu faire un reportage sur place. 

Die Steuererklärung hat eine kleine „Falle“: auf der ersten Seite müssen Sie bei Ihren persönlichen Daten ein Kästchen ankreuzen, wenn Sie KEINEN Fernseher haben. Ich habe nie einen Fernseher besessen und diese Finesse - die erst seit 2005 existiert - beim ersten Mal prompt übersehen: ich habe nur gelesen „Poste de télévision“, aha, das betrifft mich nicht. Und dann kam - zusammen mit dem Steuerbescheid der Wohnungssteuer Taxe d’habitation -  die Erklärung „Sie haben einen Fernseher in der Wohnung, also müssen Sie entsprechende Gebühren zahlen”. Ich war entsprechend erstaunt; meine Reklamation wurde übrigens anstandslos anerkannt. Man geht offenbar davon aus, dass es der Normalfall ist, einen Fernseher zu haben ... und da viele Leute vergaßen und vergessen, das entsprechende Kästchen anzukreuzen, wenn die Frage positiv formuliert wäre, stellt man halt die Frage negativ „kein Fernsehern. Später - es lag vielleicht daran, dass ich meine Praxis verlegt hatte und von einem anderen Finanzamt abhing - ist es mir dann in zwei aufeinanderfolgenden Jahren so ergangen, dass ich sehr wohl angekreuzt hatte „kein Fernseher“ … aber das Finanzamt das offenbar übersehen hatte, das ist wohl derart selten, dass einer keinen Fernseher hat, dachte ich, dass die das nicht begreifen (in Deutschland gibt es viele „Subkulturen“, in denen man keinen Fernseher hat - linke Lehrer, etwas „ökologisch-alternativ“ angehauchte Kreise, und viele Christen - in Frankreich ist es außerhalb von christlichen Milieux absolut unüblich, keinen Fernseher zu haben - schon weil das Fernsehverhalten anders ist, in einer typischen französischen Familie ist der Fernseher abends immer angestellt, als eine Art Hintergrundberieselung, auch wenn keiner direkt davorsitzt sondern z.B. bei den Mahlzeiten).

Neben der Einkommenssteuer zahlen Sie als Mieter die Wohnungssteuer Taxe d’habitation. Wer eine Wohnung zum 1. 1. eines Jahres bewohnt, muss die entsprechende Steuer bezahlen, die an die Gemeinde bzw. Stadt geht, nicht an den Gesamtstaat wie die Einkommenssteuer. Die Wohnungssteuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen und variiert örtlich. Wichtig zu wissen: wer ein so niedriges Einkommen hat, dass er keine Einkommenssteuer zahlt, muss auch keine Taxe d’habitation zahlen.

Nach 10 Monaten in Frankreich habe ich das erste Mal einen Bescheid über die Taxe d’habitation erhalten) und gleich ordnungsgemäß bezahlt, es handelt sich jeweils um einige hundert Euro, abhängig von der Grundfläche der Wohnung und einigen anderen Faktoren, z.B. ob das Haus einen Aufzug hat (dann kostet es mehr) oder nicht. Erst später habe ich erfahren, dass ich gar nicht steuerpflichtig gewesen war, da ich  als Student fast nichts verdient hatte - und meine Reklamation, fast ein Jahr nach Bezahlung der Steuer, wurde anstandslos anerkannt, ich bekam den Betrag zurück.

Die Steuererklärung eines Freiberuflers ist entsprechend komplizierter - aber immer noch nicht so kompliziert, dass man sie nicht mehr selber machen könnte, man braucht keinen Steuerberater: zusätzlich zur déclaration 2042 müssen Sie die déclaration 2035 ausfüllen und das Resultat der 2035 an der entsprechenden Stelle in die 2042 übernehmen (d.h. genau gesagt in einen „Anhang“ annexe zur 2042; die 2042 erfasst nur Einkünfte aus abhängiger Tätigkeit). Wenn Sie die Buchhaltung so führen, wie ich es Ihnen hier erkläre, haben Sie allerdings schon 90% der 2035 ausgefüllt. Die beiden Steuererklärungen 2042 plus annexes sowie 2035 plus annexes sind nicht an dieselbe Steuerbehörde zu schicken: Die 2035 plus annexes geht an das Centre des impôts des entreprises, die 2042 plus annexes geht an das Centre des impôts (“tout court”).

Was kann man absetzen als „frais professionnels“? Als Angestellter können Sie wählen: entweder Sie setzen die Pauschale in der Höhe von 10% Ihres Einkommens ab, oder -sofern Ihre Unkosten diese überschreiten- die echten Kosten. Das heißt natürlich, dass Sie eine ganze Menge Unkosten haben müssen, wenn sie 10% Ihres Einkommens überschreiten - meistens werden Sie nicht so viel haben. Hier zählen vor allem Fahrtkosten. Die Unkosten müssen Sie auf separatem Blatt begründen und mit Belegen einreichen.

Der letzte Aspekt, auf den ich Sie in dieser Kurzeinführung hinweisen möchte, ist die Regelung für steuerlich absetzbare Spenden: Die meisten französischen „non-profit-organisations“ haben das Recht, für eingehende Spenden einen Steuerbescheid reçu fiscal  auszustellen. Solche non- profit-organisations sind z.B. Sportvereine, Kirchengemeinden oder private, meist christliche Schulen.Im Gegensatz zu Deutschland ist das französische Steuerrecht bzgl. der Absetzbarkeit solcher Spenden sehr großzügig: eine Spende in der Höhe von X Euro ermäßigt Ihre direkt zu zahlenden Steuern um 0.66 * X Euro. Das heißt, wenn Sie 100.- Euro spenden, zahlen Sie 66 Euro Steuern weniger! Seit ich das begriffen habe, gebe ich fast keine Barspenden mehr - z.B. gehen in die Kollekte an Sonn- und Feiertagen nur noch Centbeträge (gar nichts geben ist auch nicht gut, denn das gute Beispiel zählt auch) und spende stattdessen per Chèque oder Überweisung und erhalte einen reçu fiscal. Statt 5.- Euro in die Kollekte zu tun, kann ich 15.- Euro spenden! (15 * 0.66 = 10.-, ich zahle also 10.- Euro weniger Steuern, wenn ich 15.- Euro gespendet habe, so dass ich reale Kosten von 5.- Euro habe). Eine ähnliche Regelung gilt für Gewerkschaftsbeiträge, aber diese müssen in ein anderes Feld eingetragen werden.

Der letzte Aspekt, auf den ich Sie in dieser Kurzeinführung hinweisen möchte, ist die Regelung für steuerlich absetzbare Spenden: Die meisten französischen “non-profit-organisations” haben das Recht, für eingehende Spenden einen Steuerbescheid reçu fiscal  auszustellen. Solche non- profit-organisations sind z.B. Sportvereine, Kirchengemeinden oder private, meist christliche Schulen. Im Gegensatz zu Deutschland ist das französische Steuerrecht bzgl. der Absetzbarkeit solcher Spenden sehr großzügig: eine Spende in der Höhe von X Euro ermäßigt Ihre direkt zu zahlenden Steuern um 0.66 * X Euro. Das heißt, wenn Sie 100.- Euro spenden, zahlen Sie 66 Euro Steuern weniger! Seit ich das begriffen habe, gebe ich fast keine Barspenden mehr - z.B. gehen in die Kollekte an Sonn- und Feiertagen nur noch Centbeträge (gar nichts geben ist nicht gut, denn es ist das gute Beispiel zählt ja auch) und spende stattdessen per Cheque oder Überweisung und erhalte einen reçu fiscal. Statt 5.- Euro in die Kollekte zu tun, kann ich 15.- Euro spenden! (15 * 0.66 = 10.-, ich zahle also 10.- Euro weniger Steuern, wenn ich 15.- Euro gespendet habe, so dass ich reale Kosten von 5.- Euro habe). Eine ähnliche Regelung gilt für Gewerkschaftsbeiträge und politische Parteien, aber diese müssen in ein anderes Feld eingetragen werden.

Die insgesamt gespendeten Summen sind in ein entsprechendes Kästchen auf dem letzten 4. Blatt der déclaration 2042 einzutragen und die entsprechenden reçus fiscaux anzufügen (natürlich behalte ich eine Kopie zurück). Die non-profit-organisations, für die Sie spenden, wissen um die Wichtigkeit dieses reçu fiscal und stellen ihn entweder sofort oder am Jahresende aus. Bisher wurden alle meine entsprechenden Spenden anstandslos anerkannt. Natürlich können Sie nicht beliebig viel spenden, sondern maximal 20% ihres steuerpflichtigen Nettoeinkommens berechnet wie oben.

Die insgesamt gespendeten Summen sind in ein entsprechendes Kästchen auf dem letzten 4. Blatt der déclaration 2042 einzutragen und früher waren die entsprechenden reçus fiscaux anzufügen (natürlich behalte ich eine Kopie zurück) - wer heute die Steuern elektronisch (per Internet, auf der Website der Steuerbehörde impots.gouv.fr  )deklariert, braucht keine Belege liefen, das geht auf Treu und Glauben, Kontrollen erfolgen nur bei begründetem Verdacht auf Schmu. Die Steuererklärung wird meistens nicht einmal mehr von einem Beamten gelesen, sondern der Computer alarmiert einen Steuerinspektor wenn bestimmte Kennzahlen und Kennwerte - die dieser festlegt - verdächtig erscheinen und der Beamte schaut sich erst dann die Erklärung an und entscheidet, ob er eine Einzelfallprüfung vornimmt. Solche Einzelfallprüfungen sind selten - das Centre des impôts in Illkirch, von dem ich mit weiteren 50 000 Haushalte abhänge, hat insgesamt etwa 30 Beamte, Hausmeister, Schalterbeamte etc. alle eingerechnet.

Eine ähnliche Regelung gilt für die Bezahlung von Hausangestellten per „Chèque emploi service universel“ (CESU): wenn Sie beispielsweise in der Privatwohnung - diese erleichterte Bezahlung gilt nur für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse im Privatleben - eine Reinmachefrau beschäftigen, die 4 Stunden pro Woche arbeitet, so bezahlen man sie mit dem genannten „Chèque emploi service“ = der kommt aus einem speziellen Chequeheft, das man von seiner Bank erhält. Die Angestellte bringt diesen Cheque ganz normal zu ihrer Bank und erhält den Betrag, aber die URSSAF, die Behörde, die Sozialleistungen eintreibt, berechnet anhand der gezahlten Summe die für diese Angestellte fälligen Sozialleistungen und zieht sie vom Konto des Arbeitgebers ab. Aber am Ende des Jahres kann der Arbeitgeber alle Beträge, die er einer Angestellten bezahlt hat, vom steuerpflichtigen Nettoeinkommen direkt absetzen wie ein Spende, d.h. 50% der gezahlten Summe werden auf die zu zahlende Steuer direkt angerechnet, bis zu einem großzügig berechneten Limit von (2017, bei einem Single) 12 000 Euro. Eine Haushaltshilfe, die den Mindestlohn von etwa 10.- Euro pro Stunde bekommt, zuzüglich etwa 5.- Euro Sozialbeiträge, kostet also Netto nur etwa 7.50 Euro: Wer etwa einer Haushaltshilfe im Jahr 1600.- Euro Gehalt zahlt und eigentlich 3600.- Euro Steuern zahlen müsste, zahlt real nur 2800. Und man hat keinen Aufwand mit Lohnbuchhaltung und ähnlichem.

Ein Jahr Gott suchen und finden: Mit der Evangelisationsschule CapMissio der Erzdiözese Montpellier: facebook.com/CapMissio
   
 Un an pour chercher et trouver  Dieu - avec l’école de Mission diocésaine  CapMissio capmissio.com
 Freunde von mir sind auf dieser oder vergleichbaren Schulen gewesen.

 

  

Unten: Ein Exemplar des berühmten Formular 2042, des Steuerformulares, das jeder Einwohner Frankreichs einmal im Jahr ausfüllen und beim Finanzamt Centre des impôts abgeben muss - heutzutage kann man dies aus über die Website des Finanzamtes tun. Wer im Vorjahr Steuern gezahlt hat, erhält automatisch ein entsprechendes Formular zugeschickt, das teilweise ausgefüllt ist, wie man hier sieht. Einnahmen, insbesondere erhaltene Gehälter, von denen die Steuerbehörde dank entsprechender Meldungen der Firmen Kenntnis hat, sind eingetragen (in meinem Falle nicht, da ich ja Freiberufler bin)..

2042 A 2

Auf der 2. Seite ist der Familienstand angegeben, soweit der dem Finanzamt bekannt ist.

2042 B 1

Auf den folgenden Seiten schließlich sind die Einnahmen einzutragen, die der Steuerpflichtige in den diversen möglichen Kategorien - Gehalt, Kapitaleinkünfte, Mieten ...- erzielt hat sowie die Kosten, etwa für Spenden, oder Hausangestellte, die er von der Steuer absetzen kann. Keine Sorge ... als Gehaltsempfänger tragen Sie eine Zahl - Ihr Jahreseinkommen - in ein Kästchen ein, das war’s.

Freiberufler müssen zusätzlich die 2042C einreichen - auch da ist wieder eine Zahl - das Jahreseinkommen - in ein Kästchen einzutragen, abhängig von der Art des Berufes, Ärzte tragen in ein anderes Kästchen (rot markiert) ein als etwa Anwälte.

CapMissio A 3