Informationen zum “Ärzteparadies Frankreich”

 Für Kollegen  in Deutschland:  eine Alternative

Für alle: Ideen zu einer Reform des Gesundheitswesens

 Ist etwas wichtiger als Freunde (pps) ?!?  Quoi de plus important que l’amitié (pps) ?!?

Das Personal einer Krankenhausstation ist im wesentlichen dasselbe wie in Deutschland, allerdings gibt es einige nicht unwichtige Unterschiede in den Details der Aufgaben, Rechte und Pflichten.

Am dichtesten am Patienten arbeiten die Agents hospitaliers und die Aide-soignantes. Ein Agent hospitalier verwaltet die Stationsküche, teilt das Essen aus und hilft den Patienten beim Essen und macht alle Reinigungsarbeiten auf Station. Grundsätzlich darf er darüber hinaus nicht am Patienten tätig werden, aber im Einzelfall kann der verantwortliche Arzt dies für seine Station gestatten. Damit überschneidet sich seine Funktion mit der der Aide-soignantes (“Krankenpflegehelferin”, Abkürzung ASH)) die eine einjährige Ausbildung haben. Eine Aide-soignante wäscht die Patienten, wiegt sie, misst Blutdruck und hilft natürlich auch beim Essen. Dazu macht sie noch alle anderen Hilfstätigkeiten wie Bettenmachen, die keine besondere insbesondere juristisch valable Qualifikation verlangen.

Eine Krankenschwester Infirmière diplomée d’état oder IDE macht dieselben Tätigkeiten wie deutsche Krankenschwestern auch, aber sie wäscht und füttert die Patienten nicht, das machen nur die Aide-soignantes und die Agents hospitaliers. Die IDE macht zudem sämtliche IV-Blutabnahmen und alle Infusionen eigenverantwortlich. Das Blut wird aus denselben funktionalen Notwendigkeiten hierzulande auch früh am Morgen abgenommen - und da die IDE das macht, braucht der Interne erst um 9:00 zu erscheinen, in der Realität oft erst 9:10 und sicher nicht um 8:50 ... jedenfalls wenn er in einem Peripheriekrankenhaus = Nicht-Universitätskrankenhaus auf einer Weiterbildungsstelle für Allgemeinmediziner sitzt.
Natürlich macht eine IDE auch mit die Visite, sofern das nicht die Oberschwester übernimmt.

Das erste Bild vom Mars: gesendet von der  US-amerikanischen Raumsonde Viking 2 im Jahre 1976

  Mars Y 5

Die Oberschwester Cadre de santé (früher: Cadre infirmière) hat mindestens 5 Jahre als IDE gearbeitet, ehe sie eine École des cadres absolviert hat und nun mit eigenem Büro und anderen Arbeitszeiten (9:00 - 17:00 oder 18:00) auf Station eingesetzt wird. Sie macht grundsätzlich keinerlei Arbeiten mehr am Patienten - es muss schon eine katastrophale Lage eintreten, ehe eine Cadre de santé Blut abnimmt oder Medikamente verteilt. Dafür macht sie normalerweise die Visite mit und die diversen Verwaltungsarbeiten und führt auch mit Patienten und Angehörigen Gespräche. Da sie durchaus etwas von der praktischen Seite der Medizin versteht und insbesondere von den Gepflogenheiten der Station - und den Grenzen, die es im Krankenhausalltag gibt oder zu geben scheint, sind Konflikte zwischen ihr und dem jungen, idealistischen und hochmotivierten aber vorwiegend theoretisch (oder noch gar nicht) qualifizierten Interne zwar nicht vorprogrammiert, aber doch leicht möglich ...

Eine Cadre de santé supérieur (früher: Cadre infirmière supérieur)  ist für mehrere Stationen verantwortlich, z.B. hat jedes Fachgebiet in einem CHU als Gegenstück zum Chefarzt eine Cadre de santé supérieur, mit eigenem Büro und hauptsächlicher Verwaltungsarbeit. Sie trägt im allgemeinen keine weiße Pflegekleidung mehr was die Cadre de santé noch tut und legt schon gar nicht mit Hand an.

Dazu kommen noch die Schülerinnen  Élèves. Es gibt Élèves aide-soignante und Élèves infirmière, die Ausbildung dauert 1 bzw. 3 Jahre ... und ist unbezahlt, es sei denn, die Schülerin hat einen speziellen Ausbildungsvertrag, der sie nach Ablauf der Ausbildung für 5 Jahre an das ausbildende Krankenhaus bindet. Solche Verträge sind selten. Voraussetzung für die Ausbildung zur IDE ist das französische Abitur “baccalauréat” oder kurz “bac”. Die Ausbildung gilt rechtlich als “bac + 2”, auch wenn sie 3 Jahre dauert, und steht damit formal einem DEUG einer Universität oder einem BTS gleich. Ein diplôme des études générales DEUG erhalten z.B. Philologie- Studenten nach 2 Jahren Studium samt Prüfung, ein brevet de technicien supérieur BTS dauert auch 2 Jahre und entspricht ungefähr einer qualifizierten Lehre (z.B. in Banklehre) in Deutschland. (Eine Lehre in einem weniger qualifizierten Beruf z.B. Medizinische Fachangestellte oder einer der vielen Mechanikerberufe würde einem CAP entsprechen).
Nicht zu vergessen das übrige paramedizinische Personal, das aber normalerweise nicht einer einzelnen Station zugeordnet ist Krankengymnastin Kinésithérapeute, Hebamme Sage-femme, Diätassistentin Diéteticienne, Logopädin Orthophoniste ...

 

Kommen wir zu dem ärztlichen Personal:
Französische Medizinstudenten arbeiten ab dem 4. Studienjahr jeden Vormittag als Externe auf Station. Alle Unterrichtsveranstaltungen sind am Nachmittag. Sie bleiben 2 Monate auf jeder Station und rotieren dann, so dass sie binnen 3 Jahren alle Fachgebiete durchlaufen. Sie erhalten ein kleines Gehalt und sind sozialversichert ... haben aber auch nur ihre 6 Wochen Urlaub wie andere Arbeitnehmer auch. Außerdem müssen sie pro Jahr ein Dutzend oder so Nachtdienste in der Notaufnahme machen. Auf Station sind sie natürlich bei der Visite dabei -das nimmt schon den größten Teil des Vormittages ein- und machen ansonsten, was sie können und was lokal üblich ist ... und was die Zeit erlaubt. Patienten untersuchen sie eher selten, da die Neuaufnahmen ja am Nachmittag stattfinden, wenn sie immer abwesend sind. Sie rufen Hausärzte wegen Zusatzinformationen an, ordnen die Laborergebnisse in die Krankenakte ein, machen arterielle Punktionen, EKG’s, Lumbalpunktionen und sind ziemlich oft ziemlich überflüssig, d.h. die meiste Zeit schauen sie doch nur zu, namentlich bei der Visite. Das hängt aber natürlich auch von der einzelnen Station ab, von dem einzelnen Externe und dessen Ausbildungsstand. Ein Externe 6e année  ist schon fast ein interne und weiß und kann entsprechend eine ganze Menge - einer aus dem 4. Studienjahr entsprechend weniger. Insgesamt bekommen die Externes aber doch mehr mit, als deutsche Medizinstudenten, und das PJ kann da nicht völlig ausgleichen, so dass nach dem 6. Studienjahr die Franzosen besser ausgebildet sind als wir.

Der Assistenzarzt oder Interne ist zugleich Nachwuchskraft, wie man in der Wirtschaft sagen würde, und Arbeitspferd. Ihm  ist eine eigene Seite gewidmet hier.

Jede Station hat einen für sie veranwortlichen Praticien hospitalier oder Facharzt im Krankenhaus/Oberarzt, der die gesamte medizinische Verantwortung für seine Betten trägt - der Chefarzt hat, das ist ein ganz wesentlicher Unterschied, nur administrative Funktionen. Eine Praticien hospitalier PH ist wirklich wie ein niedergelassener Facharzt voll und ganz der behandelnde Arzt für die Patienten auf seiner Station und keiner redet ihm ‘drein. Er bekommt ein brauchbares Gehalt - es beginnt mit netto vor Steuern  3000.- Euro und hat keine Nachtdienste vor Ort mehr, nur noch Hintergrundbereitschaft. Um PH zu werden, muss man einen concours absolvieren ...  Das einzelne Krankenhaus kann also nicht einstellen, wen es will, sondern muss einen Kandidaten nehmen, der den Concours bestanden hat. Man kann eine Anstellung als Praticien hospitalier contractuel haben, die ist aber immer nur auf ein Jahr befristet (und beliebig verlängerbar). In dieser Zeit kann man den Concours machen und dann bleibt man meist auch auf der Stelle, auf der man ist. Das letzte Wort hat aber die Commission médicale de l’établissement CME, in der die Chefärzte den Ton angeben, aber auch stimmberechtigte Vertreter der PH, der Assistants und der Internes sitzen. Außerdem braucht es für die Ernennung eines PH stets das Placet des Gesundheitsministeriums in Paris, und es kann vorkommen, dass das Ministerium einen Kandidaten durchsetzt, den vor Ort niemand haben will.
Da jede Krankenhausstation spezialisiert ist, ist der PH normalerweise Facharzt, sein Grading ist etwas zwischen dem deutschen Facharzt im Krankenhaus und Oberarzt: Mehr als  “Facharzt im Krankenhaus”, weil ihm keiner hereinredet, weniger als ein deutscher Oberarzt, weil er keine Verantwortung für andere Stationen trägt. PH- Stellen für Allgemeinmediziner gibt es aber auch, typischerweise in der Geriatrie, in der Notaufnahme und in Nachsorgestationen. Eine französische Eigenart sind die Stellen als “somaticien” in psychiatrischen Krankenhäusern: die französischen Psychiater kümmern sich nicht um die “organische” Seite, sie haben auch nur ein halbes Jahr Neurologie absolviert und haben die Devise “le psychiatre ne touche pas au patient” “Der Psychiater fässt den Patienten nicht an” . Kein Witz; ich war eine zeitlang als Practicien hospitalier contractuel auf der Stelle eines Psychiaters angestellt und musste hoch und heilig versprechen, dass ich NUR Psychiatrie machen würde und sonst nichts. Dafür gibt es einen Allgemeinmediziner, der für mehrere psychiatrische Stationen verantwortlich ist. Er ist  PH, ansonsten assistant généraliste. In meinem Fall war meine Vorgängerin eine deutsche Kollegin gewesen, die eben wie in Deutschland gearbeitet hatte und, aus Sicht des übrigen ärztlichen Personals, sehr unangenehm aufgefallen war, weil sie eben der dafür zuständigen Kollegin hereingeredet hatte und da ich vorher Praxisvertretungen in der Allgemeinmedizin gemacht hatte, fürchtete man das schlimmste - ein Psychiater könne sich um organische Erkrankungen kümmern wollen.

Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat…. Paulus, 1 Korinther 2,9
Die Erde – gesehen vom Mars.  Bild der US-Marssonde Curiosity
Mars Erdsicht von Krater Gale D 4
Niemals sah ein Mensch dies mit eigenen Augen. Bisher.

Zwischen Interne und Oberarzt steht der Chef de clinique -wie er in Universitätskrankenhäusern heißt- bzw. der Assistant (in Peripheriekrankenhäusern). Er ist bereits Facharzt bzw. Allgemeinmediziner und als solcher Mitglied der Ärztekammer mit allen Rechten und Pflichten, er könnte sich sofort in eigener Praxis niederlassen, aber er hat noch nicht die Verantwortung für eine eigene Station, sondern betreut einen Teil der Betten eigenverantwortlicher als der Interne, aber immer noch unter der Aufsicht des für die Station verantwortlichen Praticien hospitalier. Man wird Chef de clinique bzw. Aassistant spécialiste, um noch weiter zu lernen, das ist gerade für eine Laufbahn an Universitätskrankenhäusern wichtig. Man kann längstenfalls 6 Jahre Chef de clinique bzw. Assistant bleiben. Danach wird man entweder selber PH oder lässt sich nieder. Der Chef de clinique macht keine Nachtdienste vor Ort mehr, sondern nur noch Hintergrundbereitschaft, ebenso der Assistant spécialiste, aber der Assistant généraliste -der in etwa die Arbeit eines Interne macht- hat Nachtdienste. Man verdient im ersten Jahr netto vor Steuern ungefähr 2200.- Euro zuzüglich Bereitschaftsdienste.

Schließlich gibt es natürlich den Chefarzt Chef de service,  Wie gesagt: er hat nur administrative Funktionen, macht also nicht bei “seinen” Oberärzten Visite. Er hat seine eigene Station, wo er zugleich Oberarzt ist und ist dazu Chefarzt - meist bekommt er auch keine bessere Bezahlung. In vielen Peripheriekrankenhäusern -also außerhalb der Universitätskrankenhäuser- wird er auch nur noch für 5 Jahre bestimmt, dann kann ein anderer aus dem Kreise der PH an seine Stelle treten, auch wenn in einer Abteilung mit 4 Stationen und ebensovielen PH/Oberärzten die Auswahl naturgemäß begrenzt ist. An Universitätskrankenhäusern ist er oft auch zugleich Professor, aber einzelne PH universitaires -wie das heißt- können Professor sein, ohne Chefarzt zu sein. Ein wesentlicher Unterschied in der akademischen Welt ist, dass in Frankreich die Stufe des “Dr.med.habil.” oder  “Privatdozenten”  fehlt und damit fehlt eine immaterielle aber reale Kompensation (und Motivation !) für gute Forschung.

Ganz oben steht der ärztliche Direktor des Krankenhauses bzw. sein Stellvertreter: Président de la commission médicale de l’établissement oder Président de la CME. Legen Sie sich nicht mit ihm an - und im Zweifel ziehe man eine (erste) Stelle vor, bei der man  nicht direkt in seiner Station (die er immer noch hat) arbeitet oder der Abteilung, von der er Chefarzt ist., denn wenn er jemanden nicht in seinem Krankenhaus haben will, kann er das auch durchsetzen.

 

Die Weltpresse berichtet von der Stiftung Mars One

Die Welt 14. 11. 2016     Die Welt 17. 11. 2015     Frankfurter Allgemeine Zeitung 14.10.2015

 Frankfurter Allgemeine Zeitung   20 Minutes   

      Süddeutsche Zeitung      Le Parisien 

 Die Welt   Le Figaro  

 Der Spiegel          La Montagne

Der Tagesspiegel      N24   

Deutsche Welle     

 

Den Mars kolonisieren - das bedeutet, der ganzen Menschheit ein  herausforderndes und grundsätzlich neues Ziel setzen.
US Präsident John F. Kennedy forumlierte am 12. 9. 1962:  “We choose to go to the Moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard; because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to postpone, and one we intend to win”.

Aktuelle französische Pharmawerbung hat den Zusammenhang von Zielen und Hochleistung verstanden
Inegy Lune B 2

 

 

 

 

Die Gründung der ersten Marskolonie:
Das Ziel der Stiftung Mars One.

Mars One A 3

Mars kolonisieren: Eine neue Welt für die Menschheit.
 
WWW.MARS-ONE.COM

Wohnmodule landen ferngesteuert vor Ankunft der Marskolonisten.
Die Stiftung Mars One und ihre Kolonisten gehen kein Risiko ein
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Mars One E 3

Fachleute  wie  der   Physik-Nobelpreisträger   Gerard 't    Hooft (unten rechts, neben Mars One CEO Bas Lansdorp) in der Leitung von Mars One bürgen für Kompetenz und Seriosität.

Mars One Lansdorp Hooft B 1

Die Vision: Eine bequeme und moderne Wohnung für jeden Kolonisten.

Mars One C 1

Künstlerische Darstellung eines Mars-One-Wohnmoduls.

Die Marskolonisten werden Selbstversorger sein:
Künstlerische Darstellung eines Mars-Gewächshauses.

Mars One F 3

Heranwachsen wird eine Generation von Kindern, die die Erde nur
als hellen Punkt am Nachthimmel  ihrer Heimat Mars kennen werden...
Mars Direct A 1

 Frühe literarische Bearbeitung des Mars-Gedankens

Marskolonie E 2

 Unser Mann auf dem Mars? Dr. med. Dipl. Inf. Michael Knops.
Er war unter den 706 Bewerbern in der Mars-One-Endauswahl. 
Die Presse berichtet! aus denen im Frühjahr 2015 wiederum die 100 Besten ausgewählt wurden: faz.net/aktuell/feuilleton/weltraummission-mars-one-einmal-zum-mars-und-nie-mehr-zurueck-13434545.html

Marskoloniste Dr.med. Dipl. Inf. Michael Knops A 1

Der Marsflug ist in einem zentralen Aspekt grundsätzlich vom ersten bemannten Mondflug verschieden: Der Mars kann kolonisiert und damit Heimat für eine neue Menschheit werden. Der Mond nicht.

Der Mars-Gedanke in aktueller französischer Pharmawerbung.

Inegy Mars B 2